EmpathieEinfühlungsvermögen und Empathie
Setze dich mit den eigenen Ansichten, Werten und der eigenen Identität auseinander. Diese Selbstreflexion hilft, die eigene Sichtweise von der der pflegebedürftigen Person zu unterscheiden – und ein empathisches Verständnis für ihr Denken, Fühlen und Handeln zu entwickeln.
BiografieBiografiearbeit
Die persönliche Geschichte verrät viel über Prägungen, die Gesundheit und Krankheit beeinflussen – auch über Symbole, Bücher oder Bilder im Zimmer. LSBTI*-Personen können genderflexible Verhaltensweisen zeigen, die nicht missverstanden werden sollten, etwa beim Deuten von Schmerzausdrücken.
AnleitenEmpfehlen und Anleiten
Trans* und inter* Menschen finden oft schwer passende Informationen. Bezieh ihr Wissen aktiv ein, sprich Pflegeprobleme gemeinsam an und informier dich über Hormontherapien. Verwende die richtigen Pronomen und akzeptiere die Geschlechtsidentität – besonders bei der Intimpflege.
BeziehungenFamiliäre Beziehungen erkennen
Wahlfamilien werden oft übersehen, weil der Blick auf traditionelle Familien gerichtet ist. Wird die Partnerin einer lesbischen Frau nur als „Freundin“ wahrgenommen, gehen wichtige Informationen verloren. Anerkennung schafft wertvolle Einblicke in die Bedürfnisse der Person.
TrauerSterben, Tod, Trauer
Wird die*der Partner:in nicht als zugehörig anerkannt, erschwert das die Begleitung. Für ältere LSBTIQ-Personen haben Sterben und Trauer besondere Bedeutung – viele haben die AIDS-Krise der 1980er erlebt. Diese Erfahrungen gehören in eine würdevolle Sterbebegleitung einbezogen.
NäheBerührung
Pflege, Untersuchungen und Klinikaufenthalte können Stress und Retraumatisierung auslösen. Gestalte Berührungen bewusst und einfühlsam, um Gefühle von Abhängigkeit oder Machtlosigkeit zu vermeiden – und wahre Selbstbestimmung und Würde.
WillkommenskulturArtefakte und Zeichen
Eine sichtbare Regenbogenfahne im Eingangsbereich signalisiert Akzeptanz und Respekt. So wird deutlich: Hier herrscht eine offene Kultur. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) bildet die rechtliche Grundlage gegen Diskriminierung.